Protestaktionen

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition Ausbaustopp A49: Rettet den Dannenröder Forst und Herrenwald!,

es gibt viele Neuigkeiten zu unserem Protest gegen den A49-Ausbau und für die Erhaltungung des Dannenröder Forst und Herrenwaldes:

Am 23.06.2020 verhandelt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über die Klage des BUND über den Ausbau der A49 und damit über
die Zerstörung des Dannenröder Waldes. Die Besetzung im Dannenröder Wald hat dies zum Anlass genommen, um bundesweit zu Aktionstagen aufzurufen.
Unter dem Motto „Naturräume statt Betonträume“ werden in mehreren deutschen Städten vielfältige Proteste stattfinden. Mehr Infos gibt es hier: https://waldstattasphalt.blackblogs.org/2020/06/06/aktionstage-19-21-juni/

Diesen Protesten schließt sich das Aktionsbündnis "Keine A49! - Verkehrswende jetzt!" mit eigenen Aktionen an und wird dabei von vielen Gruppen unterstützt:

Bereits am 17. Juni findet in Wiesbaden vor dem Hauptbahnhof eine große Mahnwache mit Kundgebungen von Extinction Rebellion- Gruppen aus dem Rhein-Main-Gebiet, Heidelberg und Landau statt. Von 9-17 Uhr. Dort werden wir auch vom Aktionsbündnis vertreten sein. Mehr Infos: 

https://youtu.be/gOTk3qNedVw  (Youtube-Trailer zum Dannenröder Forst! sehr sehenswert!)

Am 19. Juni ab 16h im Gleental Fahrrad- und Traktoren-Demo. Start: Dorfgemeinschaftshaus Lehrbach (Kirtorf). Eine Abordnung von Fridays für Future Hessen hat dazu bereits ihre Teilnahme und einen Redebeitrag angekündigt. Ebenso werden 2 Vetreter des Greenpeace Magazins erwartet, die eine Reportage über den Dannenröder Forst und die Besetzung erstellen werden. Dazu wird der regionale Liedermacher Broder Braunmüller passende Musik machen. Mehr Infos: https://www.stopp-a49-verkehrswende-jetzt.de/

Am 19. Juni findet parallel zur Demo im Gleental eine gemeinsame Demo der Gruppen Fridays for Future Marburg, XR Marburg, Greenpeace Marburg und des Klimabündnisses Marburg statt. Ebenfalls ab 16 Uhr, Treffpunkt: Erwin-Piscator-Haus Marburg. Infos: FridaysforFuture-mr@posteo.net

Am 21. Juni werden diese Gruppen einen gemeinsamen Fahrradkorso von Marburg nach Dannenrod zur ständigen Mahnwache unternehmen. Dort findet wie jeden Sonntag um 14 Uhr eine Kundgebung mit anschließendem solidarischen Waldspaziergang statt, welche seit letztem Oktober vom Aktionsbündnis "Keine A49! - Verkehrswende jetzt!" durchgeführt werden. Infos: FridaysforFuture-mr@posteo.net

Am 23. Juni werden Vertreter des Aktionsbündnisses und Aktivisten nach Leipzig reisen, um an den Gerichtsverhandlungen zur A49 (insgesamt 3)  oder vor dem Gerichtsgebäude an Aktionen teilzunehmen. Dort werden Aktionen des Leipziger BUND, mehrerer Gruppen von FfF, XR, Sand im Getriebe und lokalen Klimagruppen von 9-17 Uhr veranstaltet. 

Das Aktionsbündnis geht davon aus, dass es nach der mündlichen Verhandlung einige Wochen dauern wird, bis ein Urteil ergeht. Falls noch weitere Gutachten o.ä. beauftragt werden sollten, dann entsprechend länger. Für eine eventuelle Berufung im Falle des BUND-Verfahrens wäre der EuGH zuständig. Dieser hatte am 28.Mai 2020 ebenfalls in Hinsicht auf die europäische Wasserrahmenrichtline (WRRL) ein für das BUND-Verfahren positiv wegweisendes Urteil gesprochen (https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/eugh-urteil-rechtsschutz-ummeln-100.html -EuGH-Urteil zu Bielefelder Bauprojekt: Klagerechte ausgeweitet). 
 
Wir freuen uns über zahlreiche Teilnahme an den Aktionen - gern auch weitersagen!
 
Eine Übergabe unserer Petition ist für die Zeit nach dem Leipziger Gerichtsurteil geplant. Bis dahin bitten wir darum, die Petition weiterhin zu teilen: 

 

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Vielen Dank für Ihre und eure Unterstützung!

Das Aktionsbündnis "Keine A49"


Fahrrad- und Traktorendemo

19.06.2020. 16:00 Uhr in Lehrbach


Mahnwache in Leipzig zum Prozesstermin

 

 Die mündliche Verhandlung am Bundesverwaltungsgericht Leipzig

am 23.6.2020 beginnt um 9 Uhr,

 

 

Greenpeace Leipzig wird eine Mahnwache anmelden und zusammen mit Klimaaktivisten vor Ort sein.

 

 Es gibt einige, die an diesem Tag nach Leipzig fahren möchten und auch an der Mahnwache vor dem Gericht mit Bannern, Fahnen, Transparenten teilnehmen möchten.

 

 Wir würden uns über viele weitere Unterstützer unseres Aktionsbündnisses freuen.

 

Wer am Prozess teilnehmen möchte muss sich über die Homepage des

Bundesverwaltungsgerichts anmelden.

 

Ankündigung der Mündlichen Verhandlung vom BVerwG unter folgendem Link:

 

 https://www.bverwg.de/suche?lim=10&start=1&db=t&q=*


Über den zivilen Ungehorsam - Lauterbacher Anzeiger, Sonntag, 23.02.2020


"XR unterstützt Dannenröder Forst"


 

Veranstaltung von FuK-Studierenden der Uni Marburg            *Planspiel Dannenröder Forst 18.02*

 

 


Die  "GRÜNE Zukunftswerkstatt Mittelhessen" hatte eingeladen zu einer Veranstaltung zum Weiterbau der BAB 49 am 01.02.20
Programmpunkte waren: 

1. Lied: So schön ist mein Dorf gewesen     2. Verlesung des Dannenröder Appells    3. Begrüßung durch Stefan Kannwischer

4. Beitrag Wolfgang Dennhöfer zur Trasse      5. Text von Stefan Kannwisch er   6. Gedicht von Christiane Schwarze

Diskussion mit Bürger*innen und Betroffenen aus den PRO-A 49-Bürgerinitiativen der Umgebung

"Oberhessische Zeitung"


Präsentation des  "Dannenröder Apell"

Foto Gerhard Kaminski

22.12.2019 Oberhessische Zeitung

 

Autobahngegner präsentieren "Dannenröder Appell"

 Von Gerhard Kaminski

 

 DANNENROD - An ihrer Mahnwache am Dannenröder Sportplatz verlasen jetzt die verschiedenen Initiativen gegen den geplanten Bau der Autobahn 49 eine gemeinsame Erklärung. Darin treten mehrere Bürgerinitiativen, Gruppierungen des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) und Gliederungen der Partei Bündnis 90/Die Grünen für ein "sofortiges bundesweites Moratorium aller Straßenbauprojekte" ein und erläutern, wie sie sich den Anschluss der A 49 an das vorhandene Fernstraßennetz vorstellen, wenn nicht weitergebaut wird.

 

Der feine Nieselregen hielt rund 70 Menschen am Sonntag nicht davon ab, sich am Rand des Dannenröder Walds zu versammeln, um erneut ihre Ablehnung des geplanten Baus der A 49 durch dieses Waldgebiet deutlich zu machen. Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Aktionsgemeinschaften entlang

 

der geplanten und teilweise schon realisierten Autobahntrasse trugen ihnen den gemeinsam verfassten "Dannenröder Appell" vor, der bereits von 21 Gruppierungen unterzeichnet worden ist. Moderiert von Barbara Schlemmer von den Grünen in Homberg stellten sie fest, dass im Sinn des Klimaschutzes "eine grundsätzliche Veränderung unserer Lebensgewohnheiten" nötig sei. Dazu gehöre auch eine "grundlegende Neuausrichtung der Verkehrspolitik". Die Raumordnungspolitik, die zu einer Siedlungsstruktur geführt hat, die viele Pendlerfahrten mit sich bringt, müsse geändert werden, damit insbesondere die Abwanderung aus dem ländlichen Raum, verringert werde. Bei der dazu passenden Verkehrspolitik müssten, neben der Fuß- und Radverkehrsförderung, "schienengebundene und öffentliche Verkehrsträger zwingend Vorrang genießen"

 

Die Begründungen für den Bau der A 49 in den beiden Planungsabschnitten VKE 30 und VKE 40 hielten "keiner ernsthaften Prüfung" stand, bekräftigen die Autobahngegner ihre Ablehnung insgesamt und insbesondere gegenüber der Rodung von rund 110 Hektar Wald. Als diese Ende des Sommer konkrete Formen annehmen sollte, bekam der Protest neuen Auftrieb, vor allem durch eine Gruppe junger Leute, die mit dem Bau von Baumhütten die derzeit noch andauernde Waldbesetzung starteten. Ihnen dankten mehrere Initiativensprecher. Durch sie sei eine "neue Dynamik" in die Auseinandersetzung gekommen, wie Dr. Wolfgang Dennhöfer vom Vogelsberger BUND es formulierte.

 

Erneut appellieren die Initiativen an verantwortliche Politiker, ihren eigenen Ansprüchen auch konsequentes Handeln folgen zu lassen. So habe Hessens

 

Umweltministerin Priska Hinz von den Grünen erst am 13. Dezember 2019 "eine schnelle Verkehrswende angemahnt, weil Hessen die CO2-Ziele für 2020 mit nur 19 Prozent statt der erforderlichen 30 Prozent Reduktion deutlich verfehlt". Im Sinn eines konsequenten Klimaschutzes "relativiere" sich der Bedarf an Bundesfernstraßen "drastisch" und das erwähnte Stillhalteabkommen (Moratorium) sei geboten, um hinsichtlich der A 49 das Baurecht neu auszurichten.

 

Neben der Forderung zum Ausbau des Schienenverkehrs, insbesondere für den Gütertransport von und zu den Industrieunternehmen im Stadtallendorf, sieht der Dannenröder Appell auch Überlegungen zu einer alternativen Straßenplanung vor. Dabei könnte der Bauabschnitt der A 49 VKE 30 als Umfahrung von Wiera und Neustadt genutzt werden. Westlich von Neustadt wäre diese an die bestehende B 454 anzubinden. "Bei Bedarf sind im nach Süden folgenden Straßennetz sowie im Verlauf der in Höhe Kirchhain kreuzenden Ost-West-Bundesstraße B 62 als auch im Verlauf der Bundesstraße B 3 einzelne umweltverträgliche Optimierungen anzustreben," heißt es im Appelltext.

 

Dieses Konzept biete eine Reihe von Vorteilen: Unter anderem bleibe der Wald erhalten und das Trinkwasserschutzgebiet erfahre keine Beeinträchtigung. Die Lärmbelastung in Baunatal und Edermünde lasse sich begrenzen. Die Verkehrsbelastung in Treysa, Neustadt und Wiera werde verringert und Kirchhain und Stadtallendorf erhielten durch den zielgerichteten Ausbau der bestehenden Fernstraßen eine "leistungsfähige Anbindung an das überregionale Fernstraßennetz". Selbst Marburg und Homberg (Ohm) hätten "keine Mehrbelastung der Stadtautobahn beziehungsweise Durchgangsstraßen zu befürchten".

 

Voraussetzung bei dem Konzept ist, dass alle genannten Straßen keiner höheren Kategorie als der einer Bundesstraße zugeordnet werden.