In Hessen soll eine Autobahn (A49) durch Wald und Trinkwasserschutzgebiet gebaut werden.

 

Das Baurecht kann so nicht anerkannt werden und muss ausgesetzt werden, bis offene Fragen und Ungereimtheiten (s.u.) geklärt sind! Die Politik muss verantwortungsvoll handeln und auf Fakten, Fehler und Sachargumente eingehen! Es dürfen keine weiteren Tatsachen geschaffen werden. Daraus entsteht sonst ein Konflikt, der auf dem Rücken unserer Polizei und Umweltaktivisten ausgetragen wird!!! Hier kann es nur "Verlierer" geben! Nur ein Moratorium kann diese brenzlige Situation jetzt noch entschärfen.

 

Durch den Bau der A49:

  • werden Anwohner mehr belastet

  • werden kaum wirtschaftliche Vorteile in der Region erzeugt (sanfte Standortvorteile hingegen verschwinden)

  • die Ziele des Bundes werden nicht erreicht

  • europäische Richtlinien werden durch vortäuschen falscher Tatsachen missachtet

  • das Land Hessen wartet auf Kosten der Steuerzahler die Ergebnisse von Studien nicht ab und setzt einen seiner größten Trinkwasserreserven aufs Spiel

  • global gesehen steuern wir mit dem Weltklima in eine Katastrophe

 

Wer profitiert eigentlich vom Bau der A49?!

 

Liebe Bürger, wir können nichts dagegen tun, dass Bolsonaro, durch das Abfackeln des Regenwaldes das Weltklima auf´s Spiel setzt. In Deutschland könnt ihr Ähnliches verhindern. Es reicht nicht mehr mit dem Finger auf andere zu zeigen. Macht auf das Unrecht aufmerksam, das direkt vor Ort geschieht.

 

Liebe Autobahngegner, gebt niemanden die Chance sich hinter dem "erschwindelten Baurecht" verstecken zu können, ohne dabei zumindest rot vor Scham zu werden. Keiner darf noch sagen dürfen, er hätte von den Fakten nicht gewusst. Gesetzeslücken müssen geschlossen werden!

 

Lieber Autobahnbefürworter, halte für einen Moment inne und fühle dich bitte nicht angegriffen. Warum bist du für den Bau? Kann der vermeintliche Vorteil all die Gegenargumente annährend aufwiegen? Ja, das Baurecht besteht, du sitzt am längeren Hebel, aber es ist noch möglich sich zu informieren.

 

 A 49 FAKTEN:

  • Nutzen-Kosten-Analyse des Bundes: FALSCH

  • neue Arbeitsplätze (nach wissenschaftlicher Studie): NEIN!

  • Belastung der Anwohner: HÖHER!

  • Bau der A49 rechtswidrig?: JA! (Die Baugenehmigung durch den uralten Herrenwald / Dannenröder Forst /Trinkwasserschutzgebiet ist "RECHTSWIDRIG", weil es nachweislich keine "zwingenden Gründe" gibt, die den Bau trotzdem legitimieren könnten!)

  • Ziel des Bundes (Entlastungswirkung):NEIN verfehlt

  • CO2 Einsparung durch kürzere Strecke: NEIN

  • volkswirtschaftlicher Vorteil: NEIN!

  • Hat die Bundesregierung zu viel Geld?: scheinbar schon?!

  • Gibt es Alternativen?!: JA!!!

 Brauchst du Hintergrundinformationen zu den hier aufgeführten Punkten?

 - https://a-49.de/?page_id=44 https://www.stopp-a49-verkehrswende-jetzt.de/

 - https://www.oberhessen-live.de/2020/01/28/dannenroeder-appell-ein-votum-fuer-ein-besseres-ende-der-a49/

  • BETRUG - Ist das wirklich nur ein Übersetzungsfehler?!: Gegenüber der Europäischen Kommission wird behauptet, dass 13.600 neue Arbeitsplätze durch den Bau der A49 entstehen würden. Dies ist ein zentraler Punkt, der den Bau durch den Herrenwald (Europäisches Schutzgebiet) rechtfertigt. Das ist gelogen. Im Originaltext ist von 13.600 bestehenden (nicht neuen!) Arbeitsplätzen die Rede. Hinter dieser so Zustande gekommenen Gerichtsentscheidung versteckt sich die hessische Landesregierung. Wohlwissend, dass das "Baurecht für die A49" zu 100 % auf Fehlinformation beruht, gibt man vor das "Recht" auf seiner Seite zu haben. Nochmal: Es gibt de facto keinen einzigen "zwingenden Grund", der den Bau durch den Herrenwald irgendwie rechtfertigen könnte. Die Gesetzeslücke zwischen EU und Deutschland, die es verhindert das eine (Gerichts)Entscheidung korrigiert wird, die nachweislich auf falschen Stellungnahmen beruht, muss sofort geschlossen werden! KURZ: Wie kann man sich guten Gewissens auf ein Baurecht berufen, das nach gesundem Menschenverstand rechtswidrig ist?!

  • In der Umweltverträglichkeitsstudie zur A49 wird schon vor 20 Jahren dringend empfohlen die Autobahnpläne aufzugeben. Da gibt das Land Hessen eine verbindliche Studie in Auftrag und darf die Ergebnisse ignorieren?! Und 2020 (die Welt steht in Flammen, Klimawandel etc.) erkennt das Bundesverwaltungsgericht an, dass Richtlinien zum Trinkwasserschutz nicht eingehalten wurden. Das 2014 ausgesprochene Baurecht könne deshalb aber nicht zurückgenommen werden. Das Land Hessen verspricht daraufhin nachzubessern und sagt eine Trinkwasserstudie zu. Die Baumaßnahmen bis zum Ergebnis der Studie werde allerdings nicht ausgesetzt. KURZ: Die potentielle Gefährdung des Trinkwassers für eine halbe Millionen Menschen, kann eher in Kauf genommen werden, als ein Aussetzen des Baurechtes, bis ein Ergebnis der Studie vorliegt und man abschätzen kann ob das Vorhaben überhaupt zu verantworten ist?!

Warum ist die A-49 so wichtig?

  • Der "vordringliche Bedarf", der den Bau der A49 auf Bundesebene rechtfertigen, besteht nicht. Der Wert der Nutzen-Kosten -Analyse müsste über 3 liegen, beträgt aber nur 2,6. Hinzu kommt, dass der Berechnungsmodus für den Wert 2,6 höchst fragwürdig ist und dringend der Überprüfung bedarf. KURZ: Die A49 kostet zu viel und bringt zu wenig Nutzen. Hier wird auf Kosten des Steuerzahlers gemauschelt und gepfuscht. Ökologische Risiken werden bei einer Nutzen-Kosten-Analyse erst gar nicht berücksichtigt.

  • Eines von zwei Zielen des Bundes für den Bau der A49 war, dass die B 254 entlastet wird. Ziel verfehlt, dies wird nicht eintreten. Hinzu kommt stümperhafte Arbeit: Werte, die bis zum Vierfachen differieren / widersprüchliche Angaben/ keine Relationen. KURZ: Die Belastungswirkung der A 49 ist größer als die Entlastungswirkung entlang bestehender Straßen. Die Anwohner werden mit A-49 mehr leiden. Das Ziel das den Bau der A49 auf Bundesebene rechtfertigt, wird nicht erreicht.

  • Die Strecke von Kassel nach Gießen wird durch die A49 nur um 11,5 km kürzer (als über die B3)! Außerdem reduziert eine kürzere Strecke von A nach B nicht automatisch CO2, weil eine neue Straße auch immer zusätzlichen Verkehr auf die Straße bringt (bei der A49 ca. 1500 Fahrzeuge pro Tag plus Lärmbelastung!). Nicht eingerecht ist dabei der Wert des Waldes als CO2- und Wasserspeicher, der durch eine versiegelte Fläche mit Gefahrenpotential durch Unfall /Abwasser vernichtet wird. Ein Tempolimit spart übrigens wirklich Sprit / CO2 und kostet nicht hunderte Millionen Euro...

  • Dass eine Autobahn Arbeitsplätze schafft, wird zwar hartnäckig behauptet, stimmt aber nicht!!! Oder anders: Es sind "keine positiven Auswirkungen auf Arbeitsplätze durch Autobahnbau" zu erkennen. Für etablierte Betriebe wird die Autobahn allenfalls "marginale" wirtschaftliche Vorteile bringen. Der Einzelhandel in Treysa und Stadtallendorf wir sogar geschwächt werden.

  • Kurz: Eine Autobahn bringt keine Arbeitsplätze, wirkt sich aber negativ auf weiche Standortfaktoren wie z.B. lebenswerte Umwelt aus.

  • Viele Menschen vor Ort leiden, aber es gibt sehr gute Alternativkonzepte, die in fast jeder Hinsicht (Lärm, Natur, Kosten etc), eine absolute win-win-Situation darstellt.

  • Hunderte von Millionen Euro lieber für benötigte Sanierungen des bestehenden Straßennetzes und eine sinnvolle Verkehrswende verwendet oder für die Zukunft unserer Kinder nutzen! Auch das ist verantwortungsvoller Umgang mit Steuern.

  • KURZ: Das Geld lieber in nachhaltige Projekte stecken!

  • Die volkswirtschaftlichen und globalen negativen Folgen durch eine Autobahn (z.B. Schäden durch Abgase) dürfen nicht länger unterschätzt werden. Ich bezweifle, dass irgendeine Lobbyorganisationen tatsächlich im Sinne des Allgemeinwohls tätig ist...

 

Ist es für den Dannenröder Forst deshalb zu spät? Nein, weil wir verantwortungsvolle Politiker haben, die keinen riesigen Fehler begehen werden, nur weil Sie das formale "Recht" dazu haben.

 

 angelikaforst@hotmail.com

 

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