Lauterbacher Anzeiger 24.09.2020      A49: "Vogelsberger Landrat provoziert"

 

https://www.lauterbacher-anzeiger.de/lokales/vogelsbergkreis/landkreis/a49-vogelsberger-landrat-provoziert_22309296


Marc Strickerts Zeilen an den Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke

 

Sehr geehrter Herr Schäfer, Leiter ZMW,

sehr geehrte Teams W 1 - Wassergewinnung und W 4 - PAD,

 

gestern bin ich von Stadtallendorf entlang der L3290 in Richtung

Niederklein geradelt. Linkerhand waren umfangreiche Aushub- und Planier-

arbeiten in einem ausgewiesenen Wasserschutzgebiet zu sehen (Bild

anbei). Ein Herr von den ZMW war gerade vor Ort. Auf meine Frage

hin, was da gerade geschehe, konnte oder wollte er mir leider keine

Antwort erteilen, sondern war nur ungehalten darüber, dass er durch

daher gelaufene Menschen wie mich nur noch mehr Arbeit hätte.

 

Da dies nicht weiter ausgeführt wurde, vermute ich den in der Presse

nachzulesenden Zusammenhang der Bautätigkeiten mit der Fertigstellung

des letzten Teilstücks der A49. Korrigieren Sie mich bitte, wenn das

falsch sein sollte. Im anderen Fall möchte ich gerne darauf hinweisen,

dass nicht irgendwelche Dahergelaufenen Arbeit erzeugen, sondern eine

möglicher Weise unzureichende Planung der ausführenden DEGES Bau GmbH.

Da der Bau der A49 als massiver Eingriff entlang einer Schutzzone II

erfolgt, ist eine prioritäre Begleitung der Bauarbeiten in Form

sorgfältiger Dokumentation und Anzeigen von Verstößen also angesagt.

 

Allein das Abstellen von Transportfahrzeugen auf einer Wiese bei der

Baustelle halte ich für eine schwere Ordnungswidrigkeit, die aber

von den Kollegen vor Ort toleriert wird. Das ausführende Bauunternehmen

gibt sich als solches leider nicht zu erkennen.

 

Rund um Niederklein herum stehen Schilder mit Hinweisen auf ein

Wasserschutzgebiet mit dem Aufruf "Bitte helfen Sie mit, Grundwasser

vor Umweltgefahren zu schützen!" Zu einem wirkungsvollen Schutz ist

zunächst einmal eine sachgerechte Hintergrundinformation erforderlich.

Daher bitte ich Sie, den Vor-Ort-Teams zu empfehlen, auf Nachfragen

besorgter Bürgerinnen und Bürger sachlich zu reagieren, wenn von dritter

Seite offensichtliche Eingriffe in Schutzzonen erfolgen. Falls es

in einem Gespräch zu viel würde: wo können sich Menschen einfach über

die Planungen zur Grundwassersicherung bei Niederklein informieren?

 

Als Verwalter eines großen fragilen Grundwasserspeichers sind Sie dort

zuständig und verantwortlich für die Versorgung von 500.000 Menschen

mit gesundem Trinkwasser. Bitte lassen Sie es nicht zu einer

folgenreichen Umweltkatastrophe kommen!

 

Vermutlich stammt mein Trinkwasser in Gießen aus der Region Niederklein;

lassen Sie es mich also gerne wissen, wenn ich Sie bei Ihrer Arbeit

unterstützen kann.

 

Herzlichen Dank für Ihren Einsatz und mit freundlichen Grüßen

Marc Strickert

 

 

ehrenamtlich tätig für Scientists for Future Gießen



Mittwoch, 23. September 2020

Die Tageszeitung "Junge WelT"

Biotop in Gefahr

Polizei schützt »vorbereitende bauliche Maßnahmen« im Dannenröder Wald, der Autobahn weichen soll.
Gegenaktionen auf Wiese und Planierraupe

Alsfelder Allgemeine 21.09.2020

Wieder Tumulte rund um Arbeiten im Dannenröder Wald

https://www.giessener-allgemeine.de/vogelsbergkreis/homberg-ort848784/wieder-tumulte-rund-arbeiten-dannenroeder-wald-13906001.html

 




Von der freien Wahl des Gewissens 
Brief an Tarek Al-Wazir von Christiane Schwarze und Eva Batt
Sehr geehrter Herr Minister Al-Wazir,

 

als Grünenwählerinnen seit der ersten Stunde bringt uns Ihr Verhalten in den Zwiespalt, dass unser Herz grün ist, aber wir bei der nächsten Landtagswahl in Hessen einen solchen Minister bzw. die Hessischen Landesgrünen, nicht mehr unterstützen werden.
Während die Grünen hier vor Ort, insbesondere die Homberger Stadträtin Barbara Schlemmer, unermüdlich für urgrüne Werte kämpfen, und während immer mehr Grüne und Klimaaktivisten uns unterstützen, erklären Sie im Interview mit der Bild-Zeitung:

 

"Natürlich ärgert es mich, dass ich die Autobahn weiterbauen muss. Und noch mehr, dass alle denken, dass ich das Projekt stoppen kann."
"Als Landesverkehrsminister habe ich keinen Spielraum".

 

Wenn es tatsächlich so ist, dass Sie in Ihrem Amt als Landesverkehrsminister keinen Spielraum haben, ein Projekt zu stoppen, von welchem Sie genau wissen, dass es ökologisch völlig verfehlt ist und jedem gesunden Menschenverstand widerspricht, dann sollten Sie den Menschen, welche Sie gewählt haben wenigstens beweisen, dass Ihnen im Laufe des Regierens nicht jedes grüne Gewissen abhanden gekommen ist.
Wenn Sie in Ihrer Rolle als Landesminister wirklich zwingend entgegen Ihren eigenen Grundsätzen handeln müssen, dann zeigen Sie Rückgrat und Courage und treten Sie von diesem Amt zurück.
Stellen Sie sich endlich wieder auf die Seite Ihrer eigenen Basis!
Es ist eine Schande, dass zwar führende Politiker*innen der Linke sich mit den Menschen vor Ort solidarisieren, aber wir von unserem eigenen grünen Minister nur hören, er könne nichts tun.
Doch, das können Sie: Setzen Sie ein Zeichen, dass Ihnen Ihr grünes Gewissen mehr bedeutet als Macht. Dann verlieren Sie zwar ein prestigeträchtiges Amt, aber Sie gewinnen wieder das Vertrauen und den Respekt ihrer eigenen Basis zurück.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Duo TonSatz

Christiane Schwarze und Eva Batt


Klima-Aktivistin Luisa Neubauer im Dannenröder Wald



 

Landtagsfraktion zu Besuch im Dannenröder Wald

 

Linke will A 49-Weiterbau stoppen

 

https://www.giessener-allgemeine.de/hessen/linke-will-49-weiterbau-stoppen-13902351.html

 


 

 

Bundestagsfraktion der Grünen fordert Baustopp der A49

 

..."Das Projekt ist mit Blick auf die Klimakrise und die Notwendigkeit einer Mobilitätswende nicht zu rechtfertigen. Auch wirtschaftlich ist es unsinnig, das zeigen die dramatisch steigenden Kosten".

https://www.oberhessische-zeitung.de/lokales/vogelsbergkreis/landkreis/

bundestagsfraktion-der-grunen-fordert-baustopp-der-a49_22263009


Alsfelder Allgemeine 14.09.2020

Aktivisten wollen"Druck erhöhen"

....."Der deutsche Wald stirbt. Das ist in vielen Köpfen noch gar nicht drin. Und hier soll ein intakter Wald gerodet werden.

(Michael Zobel, Naturschützer aus dem Hambacher Forst)

https://www.giessener-allgemeine.de/vogelsbergkreis/aktivisten-wollen-druck-erhoehen-13900709.html


 

Rechtsstreit um Protestcamps   aus  "junge Welt" vom 14.09.2020

 

https://www.jungewelt.de/artikel/386206.hessen-rechtsstreit-um-protestcamps.html

 



»Man versucht, Teilnehmende im Vorfeld zu kriminalisieren«

                                                                     aus  "jungen Welt" vom 05.09.2020:

https://www.jungewelt.de/artikel/385762.waldbesetzung-in-hessen-man-versucht-teilnehmende-im-vorfeld-zu-kriminalisieren.html


Oberhessiche Zeitung 04.09.2022

Konsequenzen aus dem Schlamassel mit der A49

Wenn Lehren für die Zukunft gezogen werden sollen, kommt man nicht umhin Unterlagen aus der Jahrtausendwende zu lesen. Wird dabei gefragt, wer und warum Verantwortung für den aktuellen Schlamassel um die A49 hat, wird an den Namen der Politiker des nordwestlichen Vogelsbergkreises, nicht vorbeikommen. Dabei wird leider deutlich, dass sie entweder nur die Landkarte (Tellerrand) ihrer Gemarkung im Blick hatten oder sich lediglich um engstirnige Partei- oder Wirtschaftsinteressen kümmerten. Interessant ist auch zu sehen, wer aus der Region unter den Spendern in der CDU-Spendenaffäre auftaucht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Ein Normalbürger, der an der B62 wohnt und wegen des Lärms und Gestanks kaum schlafen kann, greift zu Recht nach jedem Strohhalm um aus seiner Misere zu kommen. Zurzeit heißt der Strohhalm A49. Das haben ihm o.g. Lokal- und Regionalpolitiker mundgerecht serviert.

Jedem aktuellem und zukünftigem Lokal- und Regionalpolitiker sollte je eine Landkarte der Region und Hessens geschenkt werden. Hätten damals jene Politiker in diese Karten, dem wirklichen Wohl der Bürger verpflichtet und ohne Parteiinteressen, geschaut, hätten sie gesehen, welche Folgen die A49 hat. Zukünftig wird sie die aktuellen Staus der A5 aufnehmen. Die Umgehungen werden zusätzliche Belastung nach Kirtorf, nach Alsfeld, nach Homberg, nach Stadtallendorf bringen. Hätten sie bewusst frei von Parteiinteressen in die Regionalkarte geschaut, sie hätten die Wasserschutzgebiete und die schützenswerten Wälder bemerkt. Die A49 würde nicht gebaut werden.

Jene, die heute die Lösung der zukünftigen Probleme mit noch mehr Straßen und Containerumschlagplätzen lösen wollen, irren. Sie gehören zum letzten Jahrhundert und tragen Verantwortung für die Zerstörung der Landschaft in einer vom Klimawandel gebeutelten Welt. Ihre Enkel werden es ihnen vorhalten. Sie sollten von ihren Ämtern zurücktreten und dem Klimawandel verpflichteten Politikern Platz machen.

Die Aufgabenliste ist lang. Mut zur Umkehr ist gefordert.

Gaby und Pedro Valdivielso

Romrod

 


                                                           Großes Medieninteresse an Pressekonferenz des Bündnis Wald statt Asphalt

Alsfelder Allgemeine 05.09.2020

Leserbriefe Alsfelder Allgemeine 05.09.2020


Streit um Sicherheitsdienst Alsfelder Allgemeine 01.09.2020

 

..."Es ist eine Schande für den Staat..."die alten Leute haben Angst".

 

https://www.giessener-allgemeine.de/vogelsbergkreis/streit-sicherheitsdienst-13871864.html?fbclid=IwAR2lerStknlGwDZnjO0BrIp6fgrNcDlrPsjUbUbaJLrXfy26D0GxW-6js-A

Seit Mitte August wird die Gegend um den Dannenröder Wald von einer Werksschutzfirma aus Frechen (NRW) observiert

 

https://www1.wdr.de/archiv/braunkohle/polizei-rwe-garzweiler-114.html


Osthessen News 31.08.2020


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Offener Brief des Aktionssbündnisses KEINE A49 an den Magistrat Homberg zu den Angriffen gegen B. Schlemmer
Offener Brief des Aktionsbündnisses Kein
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Offener Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel
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Leser*innenbrief 25.08.2020 von Jürgen Bender

 

 

 Leser*innenbrief mit Bezug auf die OP Artikel vom 24.08.20 S.3 und S.6 zum Thema A49

 

 

 

Das Interview mit dem Bundestagsabgeordneten Sören Bartol und die Aussagen vom Forstamtsleiter Hubertus Bieneck in der OP vom 24.08.20 sind ein trauriges Beispiel für bewusste politische Stimmungsmache , durch die den politischen Gegner*innen, in diesem Falle den Besetzer*innen des Dannenröder Waldes, ein hohes Maß an Gewaltbereitschaft unterstellt wird.

 

Wenn Sören Bartol von einem quasi-bewaffneten Kampf gegen die Polizei, von Brandsätzen und Krawall redet, kann mensch das nur als Bildzeitungsstil bezeichnen. Ebenso unverantwortlich und diffamierend äußert sich Hubertus Bieneck: „Das hier ist kein Protest mehr, es wird ein Krieg provoziert.“ Wer so redet schürt letztendlich eine Eskalation, die mit Sicherheit nicht von den Besetzer*innen ausgeht. Davon können sich bei den Sonntagsspaziergängen im Dannenröder Wald zunehmend mehr Besucher*innen überzeugen, denn hier treffen sie auf Menschen, die sich aktiv und solidarisch für den Erhalt unserer Wälder und eine Verkehrswende einsetzen. Sie treffen auf Menschen, die ihre politische Überzeugung konsequent leben, d.h. durch den Verzicht auf Komfort und Konsum bei sich selber anfangen. Am Sonntag, d. 23.08.20 war wieder so ein vielfältiges, produktives Schaffen im Wald zu beobachten und überall haben sich Gespräche zwischen den Besetzer*innen, Unterstützer*innen und Besucher*innen entwickelt, bei denen etwaige Vorurteile relativiert wurden. Ich gehe davon aus, dass sich Sören Bartol noch nie dem Gespräch mit den Menschen gestellt hat, die er im Interview so abqualifiziert. Ein Fortsamtsleiter müsste es allerdings besser wissen, aber wer nur das Negative sehen will, lässt seinem Gegenüber letztendlich keine Chance zur Relativierung der eigenen Vorbehalte. Leider beteiligt sich die Oberhessische Presse durch ihre Überschrift auf der Titelseite „Vandalismus im Wald“ an oben beschriebener, dumpfer Stimmungsmache. Seriöser Journalismus sieht anders aus. Ebenso zeugen die regelmäßig in der OP veröffentlichten Anzeigen der A49 Befürworter*innen von einer fehlenden Objektivität in der diesbezüglichen Berichterstattung. Deshalb lade ich alle interessierten Menschen ein: Macht euch selbst ein Bild! Kommt in den Dannenröder Wald!

Wald statt Asphalt!